Eberswalde

 

Wappen von Eberswalde

Gegründet wurde Eberswalde im Jahre 1254 vom asketischen Markgrafen
Johann I. Die spätere Stadt entstand im Schutz einer Askanierburg.
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde "Euerswolde" im Jahre 1276. In
einer Grenzbriefurkunde findet man die damaligen Grenzfestlegungen
von Eberswalde durch den askanischen Grafen Albrecht III.

Aus einer Urkunde von 1322 geht hervor, daß Eberswalde damals mit
massiven Stadtmauern befestigt war. In der Nähe des Heimatmuseeums
findet man heute noch Reste davon.

1499 wird beim grossen Stadtbrand fast die ganze Stadt zerstört.
Von 1605 bis 1620 wird der erste Finowkanal gebaut, der während des
30jährigen Krieges wieder zerstört wird. Der Krieg fordert unter den
Eberswaldern große Opfer. 1635 leben in der ganzen Stadt noch
20 Bürger.

Von 1743 bis 1755 siedeln sich in der neuen Vorstadt auf Betreiben
Friedrich II. Messer- und Scherenschmiede aus Ruhla, Schmalkalden und
anderen Orten an. Eine Stahl- und Eisenfabrik entsteht bald darauf.

Richtungsweisend für die geistige und kulturelle Entwicklung der Stadt
ist im Jahre 1830 die Verlegung der Forstakademie aus Berlin als
Höhere Forstlehranstalt nach Eberswalde. Ihr erster Direktor ist
niemand anderes als der berühmte Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil
(1783-1859). In diesem Zusammenhang entstehen neben den
Lehreinrichtungen auch Waldversuchsflächen und botanische Gärten,
der bedeutendste ist der heute noch in Eberswalde existierende
Forstbotanische Garten (1830).

Die Eröffnung der Eisenbahnlinie Berlin-Stettin in den Jahren 1842/44
brachte neue Impulse für die wirtschaftliche und politische Entwicklung
von Eberwalde und Umgebung. Viele Berliner kommen nach "Neustadt
Eberswalde" und ihre schöne Umgebung, um sich an Gesundbrunnen,
Wasserfällen, aber auch bei zünftigen Festen zu amüsieren.